3 Vorteile von User Generated Content

Erfolgreiches Social Media Marketing lebt von der direkten Kommunikation zwischen Marken und Fans. Die Werbetrommel zu rühren ist schön und gut. Jedoch darf in einem ausgewogenen Content-Mix auch die Extraportion Authentizität nicht fehlen. Um eine starke Brücke zwischen Markenbotschaften und Empfängern zu schlagen, muss der Dialog nachhaltig gefördert werden. Hier kommt der User Generated Content als vielseitiges Instrument ins Spiel.

Was ist User Generated Content?

Unter „User Generated Content“ versteht man Online-Inhalte mit konkretem Markenbezug, die von außenstehenden Personen erstellt und veröffentlicht wurden. Darunter fallen unter anderem Blog-Beiträge, Bilder, Videos, Rezensionen, Testimonials und Social Media Posts aller Art. In der Regel wird User Generated Content – kurz UGC – von den Fans einer Marke erstellt. Im Gegensatz zu bezahlten Inhalten ist das Besondere an UGC, dass die Beiträge aus eigenem Antrieb kreiert werden. Im Umkehrschluss zeichnen sie sich durch eine hohe Glaubwürdigkeit aus.

Beispiel: Max Mustermann gefallen seine neuen Sneaker so gut, dass er sie fotografiert, das Bild auf Instagram veröffentlicht und den Hersteller im Beitrag markiert. Indem er seine Begeisterung mit anderen teilt, nimmt er die Rolle eines Markenbotschafters ein. Was den Kunden freut, freut auch die Marke. Unverfälscht, authentisch, originell: In User Generated Content steckt ein großes Potenzial, das für den eigenen Social Media Mix ergriffen werden kann. Umso wichtiger ist es, die Nutzerinhalte kontinuierlich im Blick zu behalten.

Einbindung in den Content-Mix

Wenn es um den langfristigen Erfolg in den sozialen Medien geht, ist der Content-Mix der entscheidende Kernpunkt. So wie jedes Unternehmen eine einzigartige Corporate Identity hat, unterscheiden sich auch die Bedürfnisse der Zielgruppen. Der Content-Mix sollte daher zum einen das eigene Selbstverständnis widerspiegeln, zum anderen die Zielgruppenbedürfnisse durch passende Social Media Inhalte aufgreifen. Ob und inwiefern User Generated Content in die inhaltliche Planung einfließen sollte, hängt daher von der individuellen Zielsetzung ab.

Entscheidet man sich dafür, Nutzerinhalte auf den eigenen Profilen zu posten, sollte deren Erstellung aktiv gefördert werden. Insbesondere dann, wenn die Profile noch relativ frisch sind. Sei es durch konkrete Aufrufe in den sozialen Medien, Branded Hashtags oder sogar Paketbeilagen, die zum Mitmachen anregen – die Möglichkeiten sind breit gefächert. Je mehr Personen ihre positiven Erfahrungen mit der Marke teilen, desto mehr Inhalte gibt es, aus denen man schöpfen kann.

Aufgabe des Community Managements ist es dann, Markierungen sowie Hashtags regelmäßig zu kontrollieren und mit den Usern zu interagieren. Stößt man auf einen Nutzerpost, der perfekt zum eigenen Feed passen würde, sollte man zunächst den Kontakt suchen. Allein schon aus Höflichkeit ist es ratsam, den jeweiligen Nutzer zu fragen, ob man seinen Beitrag wiederverwenden darf. Anerkennung, wem sie gebührt: Nicht zuletzt sollte der UGC-Ersteller in der Beitragsbeschreibung genannt oder markiert werden.

Vorteil 1: Gegenseitige Wertschätzung

Bindet man User Generated Content in die Social Media Strategie ein, eröffnen sich zahlreiche Vorteile. Und das sowohl für die Marke, aber auch für die Nutzer. Gerade aus einer rein unternehmerischen Perspektive kann es schnell in Vergessenheit geraten, dass die sozialen Medien vor allem eines sind – sozial. Über die werblichen und imagebildenden Aspekte hinaus sollte dementsprechend auch das organische Community Building berücksichtigt werden. Durch die Wiederverwendung von UGC zeigt man den Erstellern genauso wie allen anderen Fans, dass man ihr Engagement wertschätzt. Geteilte Freude ist doppelte Freude, wie es so schön heißt.

Vorteil 2: Das Extra an Authentizität

Es ist ein großer Unterschied, ob eine Markenbotschaft von der Marke selbst oder von einer außenstehenden Person kommuniziert wird. Natürlich möchte man sich auf den Social Media Profilen stets von seiner besten Seite zeigen. Das wissen auch die Fans, die den Profilen folgen. Statt Follower konstant mit blitzeblanker Werbung zu beliefern, ist es besser, dem Markenkern treu zu bleiben und Charakter zu zeigen. Schließlich sind es die Ecken und Kanten, die ein Profil einzigartig und damit interessant machen. An dieser Stelle schlägt User Generated Content eine Brücke, welche die authentische Kommunikation von Markenbotschaften erleichtert. Gleichzeitig fungieren Nutzerinhalte auch als persönliche Empfehlungen, die bei Verbrauchern im Rahmen des Kaufentscheidungsprozesses einen hohen Stellenwert einnehmen.

Vorteil 3: Zusätzliche Contentquelle

Content zu erstellen, der sowohl die Markenidentität widerspiegelt als auch den Fans gefällt, ist eine der grundlegenden Voraussetzungen für nachhaltigen Erfolg in den sozialen Medien. Sei es in Zusammenarbeit mit einer Social Media Marketing Agentur oder aus den eigenen Reihen: Aus welcher Quelle die Inhalte stammen, unterscheidet sich von Unternehmen zu Unternehmen. Unabhängig davon, ob die Erstellung Inhouse oder via Outsourcing organisiert wird, nimmt der Kreationsprozess Ressourcen in Anspruch. Die Verwendung von User Generated Content spart nicht nur kostbare Ressourcen und ergänzt den Contentplan, sondern liefert auch Inspirationen für neue Ideen.